Videoproduktion von E-Learning Videos

Die Herstellung und Videoproduktion von E-Learning Videos – Den Satz „Man kann nie auslernen“ hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört – und genau hier kommen moderne E-Learning Videos ins Spiel. Zu leben bedeutet zu lernen, denn die Welt verändert sich permanent. Selbst, wenn man die Schule, eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat, ist man mit dem Lernen längst noch nicht am Ende. Das Thema E-Learning spielt dabei vor allem für Teamleiter und Unternehmer eine wichtige Rolle. Dieser Ansatz hilft dabei, in kurzer Zeit effektiv den Angestellten etwas Neues beizubringen oder sie in ein bestimmtes Thema einzuarbeiten, sodass eine große Zeitersparnis möglich ist. E-Learning Videos sind ein sehr effizientes Tool für das OnBoarding neuer Mitarbeiter.

Ich bin selbst Filmemacher und kenne das Problem: Es gibt über 20 eigene Aufgaben, die dringend erledigt werden müssen. Trotzdem muss ein neuer Mitarbeiter eingearbeitet werden, damit er seinen Job gut erledigen kann. Aus diesem Grund setze ich mittlerweile auch E-Learning Videos für Schulungen und Kurse ein. Die Workflows habe ich dabei visualisiert und nutze Erklärfilme, in verschiedenen Formen. Entgegen der allgemeingültigen Meinung können solche Videos sehr persönlich und individuell gestaltet werden, sodass das Teambuilding keineswegs auf der Strecke bleiben muss. Wie das geht, verrate ich in diesem Artikel später genauer.

Inhaltsverzeichnis

Was ist E-Learning?

Unter E-Learning versteht man sämtliche Maßnahmen, die das digitale Lernen ermöglichen. Im Prinzip umgibt uns das E-Learning überall, denn bereits eine einfache Textdatei gehört dazu. Da es ein sehr umfassendes Themengebiet ist, werden hierfür auch verschiedene Namen verwendet. Zwei bekannte Bezeichnungen sind Computer Based Learning (CBL) und Web Based Learning (WBL). Mittlerweile ist die Abkürzung CBL aber veraltet. Sie stammt aus den Zeiten, in denen das E-Learning noch mithilfe von CDs und DVDs umgesetzt wurde, welche aber mehr und mehr verschwinden. Stattdessen gibt es jetzt im Internet E-Learning Plattformen und Cloud-Speicher. Das WBL spielt also die Hauptrolle im Bereich E Learning für Unternehmen.

Große Unternehmen, Schulen und Universitäten besitzen oftmals ein Learning Management System (LMS). Mit einem solchen System wird der Stoff zum Lernen verwaltet. Dies ist also der Ort, an dem die Studenten, Schüler und Mitarbeiter die benötigten Materialien aufrufen. Solche LMS bieten die Möglichkeit, die Teilnehmer in mehrere Gruppen aufzuteilen, sodass sich Materialien auch einzelnen Gruppen zur Verfügung stellen lassen. Hat ein Unternehmen beispielsweise drei Büros für das Projektmanagement, das Personal und die Buchhaltung, lassen sich drei Gruppen anlegen. Im Anschluss können die Projektmanager die Materialien für den Custumerflow erhalten, während die Personaler die Materialien für die Jobs bekommen und man der Buchhaltung die Einführung in das Rechnungstool bereitstellt.

Darüber hinaus kann E-Learning in das synchrone und das asynchrone Lernen eingeteilt werden. Asynchron bedeutet, dass man die Materialien jederzeit erarbeiten kann, also nicht an Gruppe und Zeit gebunden ist. Beim synchronen E-Learning werden die Materialien gemeinsam mit der Gruppe und/oder einem Lehrer zu einer festgelegten Zeit digital erarbeitet. Es findet also ein Live Webinar beziehungsweise ein digitaler Unterricht statt. Ich als CEO von Kreativfilm empfinde E-Learning auf jeden Fall als Prozessoptimierung, wenn es um die Einführung neuer Mitarbeiter geht. Auch als Filmemacher liebe ich das E-Learning. Ich bin immer wieder begeistert zu sehen, was ein Film alles möglich macht und wie E-Learning Videos eine echte Bereicherung darstellen.

E-Learning und Erklärfilme für Unternehmen

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Unternehmen können Erklärfilme für das E-Learning einsetzen. E-Learning umfasst also alle digitalen Formen, mit denen man Wissen vermitteln kann . Das gilt auch für das Medium Film. Ein Video kann für das E-Learning auf ganz verschiedene Weisen genutzt werden. Das Ziel besteht lediglich darin, Wissen zu vermitteln, wofür es viele unterschiedliche Wege gibt. Erklärfilme sind dabei ideal, um ein asynchrones Lernen zu ermöglichen. Möchte man sich ein solches Video erstellen, sollte man sich zunächst darüber klar werden, welche Art von Wissen man vermitteln möchte. Große und komplexe Themen sollte man in eine Miniserie aufteilen, also kurze Videos für einzelne Bereiche nutzen. Dann ist es möglich, das Wissen Stück für Stück zu erarbeiten. Zum Schluss kann dann ein digitaler Test erfolgen. Es gibt kein allgemeingültiges Videoformat, das für alle Arten von Wissen gleichermaßen gut passt. Technisches Wissen für einen Kfz-Mechaniker muss anders rübergebracht werden als theoretisches Wissen zum Verhalten im Büro.

Weiß man, welche Art von Wissen vermittelt werden soll, beginnt man mit der Planung für das E-Learning Video. Steht technisches Wissen im Vordergrund, wird direkt aus der Arbeit berichtet. Der Film kann in der Werkstatt gedreht werden, wo man dann beispielsweise die Arbeit mit dem Autokompressor sowie dessen Funktionsweise und Anwendung erläutert. In einem solchen Erklärfilm können ganz verschiedene Einstellungen eingesetzt werden. Es ist möglich, zwischen der direkten Ansprache des Zuschauers zu Schnittbildern über die Montage zu wechseln. Letzteres ist sehr empfehlenswert, weil solche Visualisierungen beim Lernen helfen. Bilder werden vom Gehirn nämlich besser verarbeitet als Wörter und Texte. Möchte man hingegen theoretisches Wissen für das Verhalten im Büro richtig rüberbringen, kann der Teamleiter oder CEO die Einführung übernehmen. Dies lässt sich gut als Ansprache inszenieren. Auch andere Mitarbeiter können eingebunden werden, um das Teambuilding zu stärken. Erfahrene E-Learning Agenturen setzen auf diese Vorgehensweise, damit neue Mitarbeiter ihre Kollegen im E-Learning kennenlernen können.

Ist die Planung fertiggestellt und der Film gedreht, muss er im Büro nur noch angewandt werden. Und hier kommt der größte Vorteil eines Erklärvideos zum Tragen: Sobald man es einmal sicher gespeichert hat, kann es jederzeit benutzt und beliebig oft vervielfältigt werden. Dafür ist nur eine einmalige Investition notwendig, sodass diese Art der Einführung viel preiswerter ist als Fortbildungen vor Ort. Das ist auch einer der wichtigsten Gründe, weshalb viele E-Learning Anbieter für Unternehmen gerne mit solchen Videos arbeiten. Zudem ermöglicht eine solche Einführung, dass die Mitarbeiter nicht den ganzen Tag ausfallen, denn sie können das Wissen asynchron eigenständig erarbeiten. Ich bin selbst so von den Vorteilen dieses E Learnings für Unternehmen überzeugt, dass ich es auch in meinem eigenen Betrieb anwende.

E-Learning und Live-Webinare

Manchmal ist das zu vermittelnde Wissen zu umfangreich, um es in kurze Videos aufzuteilen, die sich schnell erarbeiten lassen. Dann kann sich das synchrone Lernen in Form eines Live Webinars besser anbieten. Es bietet die Vorteile der frontalen Präsenslehre: Wenn es Fragen gibt, kann man sich sofort Hilfe holen. Es ist möglich, sich durch die anderen Teilnehmer motivieren zu lassen und die soziale Vernetzung ist stärker. Unsere Referenz in Form eines Live-Webinars für einen Software Entwickler zeigt ein konkretes Beispiel in der Praxis.

Solche Webinare helfen dabei, die Kosten für Lehrräume und die Anfahrt einzusparen. So kann ein Unternehmen beispielsweise eine zweitägige Fortbildung zu einem komplexen Thema als Webinar umsetzen. Hierbei sollte man synchrones und asynchrones Lernen miteinander vereinen: Arbeitseinheiten lassen sich mit Erklärfilmen einplanen. Anschließend kann das Thema im Webinar noch einmal gemeinsam erarbeitet werden. Am Ende des Webinars sollte eine Feedbackrunde durchgeführt werden, um den Mitarbeitern das Gefühl zu vermitteln, dass sie und ihre Meinungen wichtig sind.

6 Tipps für das E-Learning

Ich habe im Folgenden einige Tipps zur Gestaltung des E-Learnings zusammengefasst, die sich unabhängig davon anwenden lassen, ob es mit einem Erklärfilm oder einem Webinar umgesetzt werden soll.

  1. Interaktiv gestalten: Man nutzt am besten nicht nur eine Form des E-Learnings, sondern vernetzt mithilfe einer passenden Strategie mehrere miteinander. Dabei kann man sowohl synchrones als auch asynchrones Lernen nutzen.
  2. Mitarbeiter und Gruppenarbeiten einsetzen: Dadurch können Mitarbeiter und/oder Einsteiger einbezogen werden, sodass sich die Kollegen kennenlernen können.
  3. Zeigen, was das Unternehmen kann: Professionelle Materialien und durchdachte Einblicke in das Unternehmen tragen dazu bei, dass der Mitarbeiter oder Einsteiger sofort zur Weiterarbeit motiviert wird und das Unternehmen gut kennenlernt. Branding hilft hierbei ebenfalls.
  4. Asynchrone Materialien kurz halten: Mit zunehmender Länge eines Materials sinkt die Konzentration. Kurze Videos und prägnante Texte sind besser zu erarbeiten als lange.
  5. Inhalte visualisieren und Beispiele heranziehen: Digitale Medien sind vielseitig einsetzbar. Bilder und Videos helfen dem Gehirn, sich Inhalte zu merken. Einige Szenarien können gut nachgespielt und als Beispiele integriert werden.
  6. Konkrete Strategie für E-Learning Videos entwickeln: Eine genaue Strategie hilft bei der Implementierung von E-Learning Videos. Hierbei sind Screencasts ein gutes Format, aber auch Erklärfilme und Live Webinare bieten sich an. Der rote Faden sollte beibehalten werden.

E-Learning Plattformen und Tools

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Es gibt zahlreiche Plattformen und Apps, die fertige Kurse oder wöchentliche Webinare anbieten. Es werden auch im Internet schon zahlreiche Materialien zur Verfügung gestellt, die frei verfügbar sind oder gekauft werden können. Gerade YouTube bietet zahlreiche Erklärfilme an, wobei leider nicht alle professionell umgesetzt sind. Oft werden hier auch ungeprüfte Behauptungen als Fakten verbreitet. Bei der Auswahl solcher Filme sollte man daher sehr vorsichtig sein. Greift man auf allgemeine Kurse zurück, hat man auch nicht die Möglichkeit, sie individuell via Branding ans Unternehmen und die eigene Website anzupassen. Im Folgenden stelle ich die meiner nach fünf besten Seiten vor, die deutschsprachige Kurse bieten.

LinkedIn Learning

Das Tool bietet zahlreiche Kurse zu ganz unterschiedlichen Themen wie etwa Photoshop oder Sales Strategien – auch in deutscher Sprache. Es ist aber auch möglich, dort eigenen Content hochzuladen. Zudem können die LinkedIn-Accounts der Mitarbeiter in dem Portal vernetzt werden, was eine individuelle Kursberatung ermöglicht.

Coursepath

Ein hervorragendes LMS mit Sitz in Köln und Amsterdam ist Coursepath. Es hat sich auf E Learning für Unternehmen spezialisiert. Daher gibt es eine Infrastruktur, mit der man auch eigene interaktive Materialien erstellen kann. Es ist möglich, Videos hochzuladen und später noch das Branding und Interaktion miteinzubringen.

ISpring

Eine preisgekrönte E-Learning-Software ist ISpring. Sie bietet drei Möglichkeiten an: ISpring Suite, ISpring Learning und ISpring Market. Bei ISpring Suite handelt es sich um eine Integration für MS PowerPoint, wo man interaktive Präsentationen gestalten und diese während des Webinars über Screencast teilen kann. ISpring Lerning ist ein intuitives LMS, mit dem man Daten leicht bearbeiten und hochladen kann. ISpring Market ist ein Markt mit produzierten Lernvideos für unterschiedliche Themen, die dort verkauft und gekauft werden.

Ilias

Ein beliebtes Open-Source-Tool ist Illias. Es lässt sich auf das eigene Unternehmen branden und auf dem privaten Server integrieren. Zudem hat es viele Plug-in-Stellen, sodass eine individuelle Erweiterung möglich ist. Materialien lassen sich hochladen und wahlweise auf einzelne Personen oder Gruppen aufteilen. Auch Prüfungen, Aufgaben und Tests können erstellt und verteilt werden. Zudem besteht die Möglichkeit für eine Integration in die eigene Website.

Moodle

Dozenten für Kurse und Lehrer nutzen gerne Moodle, weil es ebenfalls ein Open-Source-Tool ist. Es lässt sich branden und läuft auf dem privaten Server. Gerade im Bereich Video stehen viele Autorentools zur Auswahl. Das Hochladen von Materialien ist intuitiv und einfach. Es gibt viele Plug-in-Stellen und Personen lassen sich nach Gruppen sortieren. Die Ansprache von Einzelpersonen ist kein Problem.

Ratgeber für Unternehmen

E-Learning hilft Unternehmen dabei, Prozesse zu optimieren und Zeit zu sparen. Gerade bei der Einarbeitung von Mitarbeitern nutze ich es in Verbindung mit Erklärfilmen auch für mein eigenes Unternehmen sehr gerne. Ich habe als Filmemacher aber auch schon viele Erklärvideo-Produktionen für Unternehmen in ganz Europa für die interne und externe Unternehmenskommunikation realisiert. Ich freue mich auf neue Projekte in genau diesem Bereich.